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Für wen ist diese Maßnahme geeignet?

Der Berufsbildungsbereich ist speziell für Menschen gedacht, die aufgrund von Art und Schwere ihrer Behinderung nicht, noch nicht oder noch nicht, wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden können (§ 136 SGB IX):

  • Schulabgänger aus Förderschulen oder einer integrativen Beschulung
  • Menschen mit spät erworbener Behinderung, beispielsweise durch Unfall oder Krankheit
  • die Vorausetzungen und die Fähigkeiten für die Teilhabe am ersten Arbeitsmarkt sind noch nicht vorhanden oder fehlen ganz

Was erwartet die Teilnehmenden?

Eingangsverfahren

Die Teilnehmenden lernen in einem dreimonatigen Eingangsverfahren die verschiedenen Angebote des Berufsbildungsbereichs kennen. Unter fachlicher Anleitung der Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung (FAB) und Sozialpädagogen entdecken sie ihre Interessengebiete und Fähigkeiten. Zum Abschluss wird gemeinsam der weitere Verlauf der Maßnahme geplant.

Umsetzung der Maßnahme

Während der zweijährigen Berufsbildung, die sich in Grund- und Aufbaukurs gliedert, erfolgen Praktika in verschiedenen Arbeitsbereichen. Die Teilnehmenden werden individuell an die verschiedenen Tätigkeiten herangeführt. Für den Menschen mit Behinderung soll so ein geeignetes Arbeitsangebot innerhalb einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung gefunden werden. Ein weiteres Ziel ist ein Außenarbeitsplatz und im besten Fall der Übergang auf den ersten Arbeitsmarkt.

Unsere Bildungsangebote

Während der gesamten Zeit nehmen die Teilnehmenden an verschiedenen Angeboten des Berufsbildungsbereichs teil. Abschließend erhält jeder ein Zertifikat über die Berufsbildungsmaßnahme. Hier werden alle absolvierten Praktika und Bildungsmaßnahmen schriftlich festgehalten.

Bildungsangebote:

  • Berufsbildorientierte Kurse (Gabelstapler-/Motorsägenschein)
  • Förderung im lebenspraktischen Bereich (Haushaltsplanung, Kochkurse)
  • Lese- und Rechtschreibtraining
  • Kreatives Gestalten
  • Bewegungs- und Sportgruppen
  • PC-Kurse
  • Hirnleistungstraining
  • Bildungsfahrten

Der Weg zum Ziel

Bevor das Eingangsverfahren beginnen kann, sind wesentliche Schritte zum Bewilligungsbescheid erforderlich.

Ablauf

  1. Zunächst findet ein 14-tägiges Praktikum in einer Gruppe (nach Absprache) statt.
  2. Ein Reha-Antrag muss vom Klienten, den Eltern oder dem gesetzlichen Betreuer beim Leistungsträger gestellt werden.
  3. In einer Tagung des Fachausschusses wird eine Empfehlung für oder gegen die Aufnahme in die Berufliche Bildung ausgesprochen.
  4. Der zuständige Leistungsträger entscheidet über die Aufnahme in den Berufsbildungsbereich der Werkstatt.
  5. Nach dem Erhalt des Bewilligungsbescheids kann mit der Maßnahme im Eingangsverfahren begonnen werden.